Kundenbindung und DSGVO: Was Wirte beachten müssen

Hannes Haupt ·

Kurz gesagt

Ein Treueprogramm verarbeitet personenbezogene Daten, zum Beispiel Name, E-Mail und Besuche. Das ist erlaubt, wenn Gäste informiert sind, nur nötige Daten gesammelt werden und sie ihr Konto löschen können. Dieser Artikel ist keine Rechtsberatung.

Welche Daten fallen an?

Ein digitales Treueprogramm braucht ein paar Daten, damit Punkte einem Gast gehören. Typisch sind:

DatenWozu
Vorname, Name, E-Mail-AdresseKonto anlegen, Gast erkennen
Punktestand, Käufe, eingelöste Prämiendas Treueprogramm selbst
Kennung von Google oder AppleAnmeldung ohne eigenes Passwort
Geräte-Kennung für Push-NachrichtenNachrichten zustellen, nur wenn erlaubt

Worauf es ankommt

Wer ist verantwortlich, der Betrieb oder der Anbieter?

Das hängt davon ab, wer über die Daten entscheidet. Häufig ist der Betrieb verantwortlich und der Anbieter verarbeitet die Daten in seinem Auftrag. Dann braucht es einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung. Frag deinen Anbieter, wie er das regelt, und lass es dir schriftlich geben.

Dürfen Push-Nachrichten Werbung enthalten?

Push-Nachrichten kann der Gast im Handy jederzeit abschalten. Ob Werbung darin erlaubt ist, hängt davon ab, wozu der Gast eingewilligt hat. Am sichersten ist es, bei der Anmeldung klar zu sagen, dass Angebote per Nachricht kommen, und die Einwilligung festzuhalten. Für E-Mail-Werbung gelten strengere Regeln.

Wie macht es HappyPay?

Checkliste für dein Lokal

  1. Ist die Datenschutzerklärung bei der Anmeldung verlinkt?
  2. Können Gäste ihr Konto selbst löschen?
  3. Wo stehen die Server?
  4. Gibt es einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung mit dem Anbieter?
  5. Wird festgehalten, wer Werbung erlaubt hat?

Dieser Artikel gibt einen Überblick und ersetzt keine Rechtsberatung.

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