Kundenbindung und DSGVO: Was Wirte beachten müssen
Ein Treueprogramm verarbeitet personenbezogene Daten, zum Beispiel Name, E-Mail und Besuche. Das ist erlaubt, wenn Gäste informiert sind, nur nötige Daten gesammelt werden und sie ihr Konto löschen können. Dieser Artikel ist keine Rechtsberatung.
Welche Daten fallen an?
Ein digitales Treueprogramm braucht ein paar Daten, damit Punkte einem Gast gehören. Typisch sind:
| Daten | Wozu |
|---|---|
| Vorname, Name, E-Mail-Adresse | Konto anlegen, Gast erkennen |
| Punktestand, Käufe, eingelöste Prämien | das Treueprogramm selbst |
| Kennung von Google oder Apple | Anmeldung ohne eigenes Passwort |
| Geräte-Kennung für Push-Nachrichten | Nachrichten zustellen, nur wenn erlaubt |
Worauf es ankommt
- Information: Gäste müssen vor der Anmeldung lesen können, was mit ihren Daten passiert. Eine verständliche Datenschutzerklärung, verlinkt bei der Anmeldung.
- Sparsamkeit: Nur Daten sammeln, die das Programm wirklich braucht. Kein Geburtsdatum, wenn es keine Geburtstagsprämie gibt.
- Löschen: Gäste müssen ihr Konto löschen können, am besten selbst und ohne E-Mail an den Betrieb.
- Auskunft: Gäste dürfen erfahren, welche Daten über sie gespeichert sind.
- Speicherort und Schutz: Am einfachsten ist ein Server in der EU, mit verschlüsselter Übertragung und regelmäßiger Sicherung.
- Trennung: Wenn ein Anbieter viele Betriebe betreut, darf kein Betrieb die Gäste eines anderen sehen.
Wer ist verantwortlich, der Betrieb oder der Anbieter?
Das hängt davon ab, wer über die Daten entscheidet. Häufig ist der Betrieb verantwortlich und der Anbieter verarbeitet die Daten in seinem Auftrag. Dann braucht es einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung. Frag deinen Anbieter, wie er das regelt, und lass es dir schriftlich geben.
Dürfen Push-Nachrichten Werbung enthalten?
Push-Nachrichten kann der Gast im Handy jederzeit abschalten. Ob Werbung darin erlaubt ist, hängt davon ab, wozu der Gast eingewilligt hat. Am sichersten ist es, bei der Anmeldung klar zu sagen, dass Angebote per Nachricht kommen, und die Einwilligung festzuhalten. Für E-Mail-Werbung gelten strengere Regeln.
Wie macht es HappyPay?
- Die Daten liegen auf Servern in Frankfurt am Main, also in der EU, und werden nur verschlüsselt übertragen.
- Die Datenbank wird jede Nacht gesichert, mit einer Kopie an einem zweiten Standort.
- Jeder Betrieb sieht nur seine eigenen Gäste.
- Gäste löschen ihr Konto selbst und bekommen auf Knopfdruck eine Auskunft über ihre Daten.
- Einwilligungen zu Werbung werden festgehalten.
- Gäste melden sich mit Google oder Apple an. Wir speichern kein Gäste-Passwort.
- Verarbeitungsverzeichnis, technische Schutzmaßnahmen und ein Ablauf für den Ernstfall liegen schriftlich vor.
Checkliste für dein Lokal
- Ist die Datenschutzerklärung bei der Anmeldung verlinkt?
- Können Gäste ihr Konto selbst löschen?
- Wo stehen die Server?
- Gibt es einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung mit dem Anbieter?
- Wird festgehalten, wer Werbung erlaubt hat?
Dieser Artikel gibt einen Überblick und ersetzt keine Rechtsberatung.
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